{"id":465,"date":"2021-05-24T20:10:45","date_gmt":"2021-05-24T18:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/famfl.de\/famfl\/?p=465"},"modified":"2021-05-24T20:33:57","modified_gmt":"2021-05-24T18:33:57","slug":"ahnenforscher-stammtisch-flensburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/famfl.de\/famfl\/2021\/05\/24\/ahnenforscher-stammtisch-flensburg\/","title":{"rendered":"Ahnenforscher-Stammtisch Flensburg (2013)"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Dies ist ein Bericht aus dem Jahre 2013. In diesem wird noch der &#8222;Stammtisch&#8220; beschrieben. Sehr gelungen und interessant zu sehen wie sich der Stammtisch \u00fcber die Zeit weiter entwickelt hat.&#8220;<\/p><cite>Tina Matthiessen<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ahnenforscher-Stammtisch- Flensburg<\/h2>\n\n\n\n<p>Jeden ersten Dienstag im Monat f\u00fcllt sich um 17.\u00b0\u00b0 Uhr das Clubhaus des Hockeyvereins am Stadion in M\u00fcrwik mit den gut 20 Mitgliedern&nbsp; des Ahnenforscher-Stammtisches Flensburg. Frauen, M\u00e4nner, D\u00e4nen, Deutsche, \u00c4ltere und J\u00fcngere mit gleichen Interessen finden sich aus dem n\u00f6rdlichen Raum zum Erfahrungsaustausch zusammen. Angestellte, Architekten, Archivare,&nbsp; Beamte, Bibliothekare, Ingenieure, Kaufleute, Lehrer, Pension\u00e4re, Rentner, Soldaten Techniker, Unternehmer u. a. vergessen hier Beruf und Alltag und \u201earbeiten\u201c an&nbsp; ihrem Hobby der Genealogie. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeim einzigen Stammtisch bei dem es kein Bier gibt\u201c, wie einst sein Gr\u00fcnder Rolf B. vor gut 12 Jahren formulierte,\u00a0 geht es jetzt um Haus- und Dorfchroniken, B\u00fcrger- und Sippenb\u00fccher, Volksz\u00e4hlungen,\u00a0 Erd- Grund- und\u00a0 Kirchenb\u00fccher, Steuerlisten,\u00a0 und unz\u00e4hlige alte Quellen der Heimatgeschichte\u00a0 Schleswigs und J\u00fctlands. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die gelegentlichen Erfolge beim Finden von Ahnen, die vor Jahrhunderten wichtige Pers\u00f6nlichkeiten ihrer Zeit waren,&nbsp; werden lebhaft diskutiert. Bis weit ins erste Jahrtausend hinein werden sie akribisch&nbsp; gesucht. Bis ins d\u00e4nische K\u00f6nigshaus, in die schleswig-holsteinischen Adelsfamilien,&nbsp; selbst in den deutschen Hochadel, in die alten Flensburger Ratsherrenfamilien, Kaufmannsgeschlechter und&nbsp; in friesische Seefahrerdynastien und Dithmarscher Bauerngeschlech-ter &nbsp; hinein , wurden schon Vorfahren entdeckt. Aber auch einfache Leute, Leibeigene, Insten, K\u00e4tner, Bonden und andere alte Berufe mit spannenden oder tragischen Lebensgeschichten sind darunter. Viele gestorben an Krankheiten die wir heute nicht mehr kennen von den Blattern bis zur Pest. Andere wurden Opfer der vielen Kriege hier im Norden. Sie haben Pl\u00fcnderung, Brandschatzung, Hoflegung, Feuers-br\u00fcnste, Seuchen, Missernten und Hungersn\u00f6te, Einquartierungen, Hochwasser und D\u00fcrren bew\u00e4ltigt und \u00fcberlebt. Einige haben in Schriften Zeugnis abgelegt \u00fcber diese Zeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch lange ausgestorbene Berufe finden sich,&nbsp; die von Ver\u00e4nde-rungen in vergangenen Zeiten zeugen. Und sie alle findet man unter seinen eigenen Vorfahren, ist Fleisch von ihrem Fleisch und Blut von ihrem Blut und tr\u00e4gt deren Gene in sich. Vieles erf\u00e4hrt man so auch \u00fcber sich selbst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein jeder Genealoge ist immer wieder aufs Neue \u00fcberrascht \u00fcber die gewaltige Zahl von Ahnen innerhalb einer Familie. Jeder Proband hat zwei Eltern, vier Gro\u00dfeltern, acht Urgro\u00dfeltern usw.. So st\u00f6\u00dft man bei der Erstellung von Stammb\u00e4umen sehr schnell an Grenzen der graphischen Darstellung. Schon in der zehnten Generation sind es 1.024 Stammeltern und in der zwanzigsten 1.048.576 Erzgro\u00dfeltern. In der 25. Generation hat man 16.777.216 Erzahnenurgro\u00dfeltern. Nur mit einem wissenschaftlichen System ist dieser Vielzahl beizukommen. 1898 schuf&nbsp; der deutsche Jurist, Privatgelehrte, Heraldiker und Genealoge Stephan Kekule von Stradonitz, ein solches Ordnungssystem, das auf&nbsp; Vorg\u00e4ngersystemen von 1590, 1676 und 1883 basiert. Diese Methode bei der jeder Ahne nach feststehender Regel eine Nummer bekommt, hat sich als Kekule-Nummer international&nbsp; durchgesetzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ahnenforschung ist also ein Bet\u00e4tigungsfeld&nbsp; das nie endet und mit dem man nie fertig ist. Nie wird es vollst\u00e4ndig sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Ahnenforscher&nbsp; suchen nicht nur nach Ahnen und deren Daten, nach Vorfahren und&nbsp; deren Verbindungen zur Sippe, sondern versuchen deren einstiges Leben einzuordnen. Wie, mit wem, wovon haben sie gelebt und was haben sie erlebt. Die intensive Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte und Historie unseres Grenzlandes ist daher selbstverst\u00e4ndlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So steckt in jedem Ahnenforscher auch ein Heimatforscher und es wundert nicht, dass fast keiner nur in seiner Sippe forscht, sondern sich ein Sondergebiet zugelegt hat, dass h\u00e4ufig mit noch gr\u00f6\u00dferer Gr\u00fcndlichkeit als die Genealogie betrieben wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>So ist die genaue Erforschung des Kolonistenwesens der Heide- und Moorkolonisten die um 1760 zu uns kamen f\u00fcr zwei Forscher ein weit \u00fcber die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt gewordenes Bet\u00e4ti-gungsfeld.&nbsp; \u00dcber unsere Homepage werden t\u00e4glich Anfragen von Forschern vornehmlich aus D\u00e4nemark und Deutschland aber auch aus Russland und Amerika beantwortet. Die Kontakte zu anderen Ahnenforscherclubs, besonders zu den d\u00e4nischen werden intensiv gepflegt. Der Erfahrungsaustausch&nbsp; mit den d\u00e4nischen Forschern und deren Archiven in Apenrade und Sonderburg ist ein sehr reger. Hin und wieder finden auch gemeinsame Abende statt.&nbsp; Das ist deswegen so sinnvoll, weil bis zur Abstimmung und Grenzziehung 1920 unsere Kirchenb\u00fccher identisch waren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Internet findet sich&nbsp; die von einem Mitglied&nbsp; erarbeitete Seite \u201eBewohner des alten Kirchspiels Adelby\u201c mit abertausenden von Namen, Daten, Familienzugeh\u00f6rigkeiten und Besitzerfolgen. Eine wahre Fundgrube f\u00fcr andere Forscher.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mitglieder unseres Ahnenforscher-Stammtisches Flensburg erstellten umfangreiche Dorf- und Hauschroniken, erarbeiteten einen Kolonis-tenatlas, forschten zur Gl\u00fccksburger Klostergeschichte, schrieben historische Romane und&nbsp; Chroniken \u00fcber Flensburgs Musikszene \u201eTwist &amp; Shout \u2013 Flensburger Beatszene der Jahre 1962 \u2013 1972\u201c und \u00fcber \u201e400 Jahre G\u00e4rtner und G\u00e4rtnereien in Flensburg-Stadt und Flensburg-Land\u201c.&nbsp; Eine Zusammenstellung und Deutung von alten norddeutschen Begriffen, lat. Kirchenbucheintragungen, Sitten und Br\u00e4uchen sind&nbsp; manchem Ahnenforscher eine wertvolle Hilfe. Andere Mitglieder leiten ehrenamtlich Kirchspielarchive oder verwalten alte Kirchb\u00fccher. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Nachwuchs wird nicht vergessen und so wird an der Volkshochschule in Flensburg auch ein Kurs f\u00fcr junge und erfahrene Ahnenforscher und Genealogen angeboten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Besch\u00e4ftigung mit diesem \u201eHobby\u201c&nbsp; erfordert Geduld und sehr viel Zeit, die h\u00e4ufig und lange in Archiven verbracht wird. Da nimmt es nicht Wunder, dass viele sich erst im Rentenalter intensiver mit der Ahnenforschung&nbsp; auseinandersetzen. \u201eWarum nicht schon fr\u00fcher\u201c, ist der Sto\u00dfseufzer fast jeden Genealogen, \u201eals ich noch Oma und Opa, Tante Grete und Onkel Hans befragen konnte?\u201c&nbsp; Mit dem Tod eines jeden \u00e4lteren Menschen geht ein allgemeiner und famili\u00e4rer Erfahr-ungsschatz&nbsp; f\u00fcr immer und ewig unwiederbringlich verloren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes Problem vieler Forscher sind die alten Fotoalben. Wahre Sch\u00e4tze und Zeitdokumente haben sie oft in Besitz. Aber wer sind die abgebildeten Personen? Wo und wann entstand dieses Foto? Niemand ist mehr da, der Antwort gibt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Darum der Rat der \u201eAlten\u201c an die \u201eNeuen\u201c.&nbsp; Fangt fr\u00fcher an. Fragt die Alten in der Familie. Holt die alten Alben vom Boden und&nbsp; verseht die Bilder mit Hinweise auf Personennamen, Zeiten und Orte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ahnenforscher Stammtisch Flensburg l\u00e4dt interessierte, erfahrene und neue Teilnehmer sehr herzlich ein, einmal reinzuschnuppern. Unter Umst\u00e4nden kann f\u00fcr einige Neueinsteiger auch eine \u201ePatenschaft\u201c&nbsp; durch \u201ealte Hasen\u201c \u00fcbernommen werden, die an die richtigen Quellen und auf den richtigen Weg leiten und bei auftretenden Problemen helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Hompage finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.ahnenforscher-stammtisch-flensburg.de\">www.ahnenforscher-stammtisch-flensburg.de<\/a> und&nbsp; die Mail-Adresse <s>flensganschof@astfl.de<\/s><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnter Evers, Gl\u00fccksburg &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die aktuelle Internet-Adresse ist:<br>www.famfl.de<\/p><p>Die aktuelle E-Mail Adresse ist:<br>info@famfl.de<\/p><cite>Sven Jakobsen<\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Dies ist ein Bericht aus dem Jahre 2013. In diesem wird noch der &#8222;Stammtisch&#8220; beschrieben. 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